Achterbahnfahrt geht weiter

[16.07.2019] 

Die starken Schwankungen im Bereich der Kfz-Zulassungen halten unverändert an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen im Mai mit 332.962 Pkw deutschlandweit 9,1 % mehr neue Autos auf die Straße. Der Juni konnte diesen Wachstumsschwung nicht halten: 4,7% betrug das Minus. In Schleswig-Holstein sieht die Entwicklung ähnlich aus: 6,4 % Plus im Mai, 9,9 % Minus im Juni. Was die Halbjahresbilanz angeht, so fällt diese im nördlichsten Bundesland nicht positiv aus. Während nach sechs Monaten das Wachstum in ganz Deutschland 0,5 % beträgt, so schreiben die Händler in SH ein Minus von 1,1 %.
Wie geht es weiter? Auch bei den Prognosen ist keine einheitliche Linie zu erkennen. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht in seinem Ausblick „für das Gesamtjahr eine Fortsetzung der positiven Marktentwicklung“. Dem stellt sich die Prognose der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) entgegen. Demnach seien die Aussichten für die zweite Jahreshälfte „sehr bescheiden“. In der monatlich veröffentlichten Markteinschätzung steht, dass im Gesamtjahr 2019 zu einem Absatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich kommen werde.
Immerhin gebe es einen starken Trend in Richtung E-Mobilität, so Ernst & Young. Dabei sei auch positiv zu bewerten, dass in diesem Segment der Anteil der privaten Käufer besonders hoch sei. Für Schleswig-Holstein lässt sich nach sechs Monaten sagen, dass von den 46.578 neu zugelassenen Einheiten 7,7 % weder Diesel noch Benziner waren: 2.327 Hybrid, 1.111 Elektro, 78 Flüssiggas und 45 Erdgas-Fahrzeuge. Im gleichen Zeitraum 2018 betrug der Anteil der alternativen Antriebsarten 4,9 %. Der Weg weg von den Verbrennungsmotoren ist also begonnen, aber noch sehr weit.

Letzte Änderung: 16.07.2019Webcode: 0097624