Uneinheitliche Entwicklungen

 

Der Juli 2017 hat in Schleswig-Holstein gegenüber dem Vormonat einen deutlichen Rückgang bei den Neuzulassungen gebracht – sowohl bei Pkw als auch bei Krad und Lkw. Bei den Pkw ging die Zahl von 8.666 auf 6.815 zurück, das sind 1.851 Stück und damit ein Einbruch um mehr als 20%, wie auch bei Lkw (von 1.087 auf 869). Bei den Krad sind es mehr als 6% (472 im Juli gegenüber 504 im Juni). Nicht ganz so einheitlich negativ sieht das Bild im Vergleich mit dem Vorjahr aus. Bei den Pkw wurden gegenüber 2016 2,7% weniger zugelassen, bei Krad und Lkw allerdings sieht es besser aus mit Zuwachsraten von 5,1% bzw. 6,2%.

Trotzdem wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 in Schleswig-Holstein immer noch 4,3% mehr Autos zugelassen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wieder ist diese Entwicklung nicht auf die anderen Fahrzeuggruppen zu übertragen, denn bei Krad ist der Rückgang gegenüber 2016 mit 13,1% deutlich, bei den Lkw dagegen ist die Lage unverändert.

Im Bund zeigt sich, dass gegenüber Juni 2017 mehr als 44.000 Pkw weniger neu zugelassen wurden, was einem Rückgang von deutlich über 10% entspricht. Aber auch hier ist der Vergleich zum Vorjahr im Pkw-Bereich positiv. Gegenüber Juli 2016 wurden im selben Monat diesen Jahres 1,5% mehr neue Pkw auf die Straße gebracht. Auf die ersten sieben Monate übertragen liegt der Zuwachs bei 2,9%. Anders bei Krad mit einem Rückgang von 11,8% in den ersten sieben Monaten. Lastkraftwagen haben von Januar bis Juli um 2,6% zugelegt.

Noch ein Blick auf den Diesel. Die immer noch ungeklärte Situation bezüglich Fahrverboten wirkt sich weiterhin deutlich aus: Gegenüber dem Vorjahr lag die Zahl der Neuzulassungen von Dieselfahrzeugen bei 40,5% (Benziner 56%). Im Vorjahr betrug zu dieser Zeit der Anteil der neuzugelassenen Diesel 47,1%. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, wenn nicht klare Signale von politischer Seite dem Diesel eine Zukunft geben.

 

Quelle: KBA