Kalibrierung von Abgasmessgeräten

[19.07.2019] 

Seit dem 01. Januar muss für Abgasmessgeräte, wenn diese zur Abgasuntersuchung nach §29 StVZO eingesetzt werden, zusätzlich zur Eichung eine normenkonforme Kalibrierung nachgewiesen werden. Weiterhin dürfen Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6/VI nur noch mit Abgasmessgeräten der Genauigkeitsklasse 0 oder 00 für Benzin oder der Fehlergrenze 0,1 m-1 geprüft werden.In Schleswig-Holstein sieht die vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein erlassene abweichende Regelung vor, dass das Benutzen von AU Geräten ohne gültige Kalibrierung bis zum 31.12.2019 toleriert wird, wenn diese beauftragt ist.

Daher ist es notwendig, dass anerkannte AU Betriebe Folgendes nachweisen:

  • Ermitteln der Genauigkeitsklasse und, sofern vorhanden, der Fehlergrenze der Abgasmessgeräte und sofortige Übermittlung der gewonnenen Daten an die zuständige Innung.
  • Einholung eines Angebotes eines akkreditierten Kalibrierlabors (siehe Musteranschreiben in der Anlage) mit Terminzusage oder Ablehnung des Auftrags und Überbringung des Nachweises an die zuständige Innung oder
  • Bestätigung einer durchgeführten Kalibrierung des Abgasmessgerätes durch einen Kalibrierschein eines akkreditierten Kalibrierlabors bis zum 31.12. 2019.

Bei Nichterbringen des Nachweises über die Genauigkeitsklasse des Abgasmessgerätes wird die zuständige Innung die Anerkennung auf Fahrzeuge mit der Schadstoffklasse Euro 5/V einschränken. Sollte bis zum 31. Dezember 2019 kein normenkonformer Kalibrierschein eingegangen sein, wird die Anerkennung auf „Ruhend“ gestellt werden. Dies gilt vorbehaltlich einer Änderung der Übergangsfrist.

Es ist ein Fakt, dass es zurzeit mangels Kapazität von Kalibrierdienstleistern zu Engpässen bei der Kalibrierung kommt. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, die geforderten Daten zu erhalten – selbst wenn es sich dabei um die Ablehnung eines Antrags auf eine Kalibrierung durch ein akkreditiertes Labor handelt. Nur diese Daten ermöglichen es der Aufsichtsbehörde, valide Daten zur Entscheidung eines weiteren Ablaufes zu Grunde zu legen und mglw. eine Änderung der Übergangsfristen vorzunehmen.

Für Rückfragen steht der Landesverband gerne zur Verfügung.

Letzte Änderung: 19.07.2019Webcode: 0125375