27,8 Prozent – mehr als jeder vierte Pkw fiel beim Licht-Sicht-Test 2025 mit Beleuchtungsmängeln auf. Bei Nutzfahrzeugen war sogar jedes dritte Fahrzeug betroffen. Das ist mehr als eine technische Randnotiz: Wer schlecht eingestellt, zu dunkel oder mit defekter Beleuchtung unterwegs ist, riskiert nicht nur, selbst weniger zu sehen. Er kann auch andere blenden und damit gefährden.
Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen, Schirmherr der Aktion in Schleswig-Holstein, hebt eine besonders brisante Tatsache hervor: „Schon ein Millimeter kann den Unterschied machen. Eine so kleine Abweichung bei der Scheinwerfereinstellung kann den Sichtbereich um mehrere Meter verkürzen – oder entgegenkommende Verkehrsteilnehmer blenden.“
Genau hier setzt der Licht-Sicht-Test an. Ab Oktober bieten zahlreiche Meisterbetriebe der Kfz-Innungen die kostenlose Kontrolle an. Seit 1956 gibt es die erfolgreiche Verkehrssicherheitsaktion, die seit 2025 unter dem Namen Licht-Sicht-Test läuft.
Neun Bestandteile der Beleuchtung geprüft
Geprüft werden die neun Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung – von Abblend- und Fernlicht über Brems- und Schlussleuchten bis zu Fahrtrichtungsanzeigern und Nebelleuchten. Entscheidend sind dabei nicht nur die Funktion, sondern auch die korrekte Einstellung der Beleuchtung.
Die Dimension der deutschlandweiten Aktion ist bedeutend: Jährlich werden mehr als vier Millionen Plaketten für Fahrzeuge vergeben, deren Beleuchtung keine sicherheitsbeeinträchtigenden Mängel aufweist.
Jan-Nikolas Sontag, Geschäftsführer des Verbandes des Kfz-Gewerbes S-H, verweist neben dem für die Autofahrer kostenfreien Einsatz der Meisterbetriebe, auf den wichtigen Effekt dieser Aktion: „Der Licht-Sicht-Test macht aus einem kleinen Check einen konkreten Beitrag zur Verkehrssicherheit: sehen, gesehen werden – und niemanden blenden. Gerade wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, sollte deshalb gelten: Licht an, Licht prüfen lassen!“