Norddeutsche Kfz-Landesverbände bündeln Kräfte

Die Kfz-Landesverbände aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich bereits langfristig auf eine Fortsetzung der norddeutschen Kooperation im ZDK verständigt. Zurzeit werden die drei norddeutschen Kfz-Verbände im ZDK-Vorstand vertreten durch Arne Joswig, zugleich Vorsitzender des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit, und Stefan Vorbeck, zugleich Vorsitzender der Fachgruppe Freie Werkstätten.

„Die Bündelung der norddeutschen Kräfte hat bereits Tradition“, so Nina Eskildsen, Präsidentin des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Zum wiederholten Male treten die norddeutschen Landesverbände mit gemeinsamen Kandidaten zur Vorstandswahl an. Dies ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Die Kfz-Landesverbände in Norddeutschland sind eher kleinere Verbände, die nicht einzeln im ZDK-Vorstand vertreten sein würden. Zudem sind die Wirtschaftsräume unabhängig von den Landesgrenzen. Im norddeutschen Raum spielt die Metropolregion Hamburg eine bedeutende Rolle, die stark nach Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hineinstrahlt. Die Regionen der Überwachungsorganisationen beziehen sich ebenfalls auf den norddeutschen Raum. Regionalmessen von Werkstattausrüstern sind nicht bundeslandbezogen, sondern richten sich auch auf Wirtschaftsregionen aus. Diese Zusammenarbeit wird gepflegt in gemeinsamen Spitzentreffen mit den Überwachungsorganisationen und regelmäßigem Austausch. Auch gemeinsame Veranstaltungen sind für das kommende Jahr wieder geplant.

„Im Kfz-Gewerbe gilt es ebenso wie in der Politik, die norddeutschen Interessen zu bündeln, da sonst der norddeutsche Raum Gefahr läuft im Chor der deutschen Regionalinteressen unterzugehen“, sagt Arne Joswig, Präsidiumsmitglied des Landesverbandes Schleswig-Holstein und Vorstandsmitglied beim ZDK. „Als Unternehmer aus Hamburg und Schleswig-Holstein ist für mich die Überschreitung der Landesgrenzen Tagesgeschäft.“ Stefan Vorbeck ergänzt: „Mit Wohnsitz in Hamburg und Firmensitz in Schleswig-Holstein praktiziere ich ein täglich gegenläufiges Pendeln. Uns kommt es darauf an, für die Betriebe die besten Lösungen, sei es in der Interessenvertretung, in der Berufsbildung oder im Bereich von Wirtschaftsförderung zu erreichen. Landesgrenzen sind da zweitrangig.“

Es sei gut und beruhigend, so Udo Hintze, Präsident des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, dass Mecklenburg-Vorpommern als Teil der norddeutschen Region auch im ZDK-Vorstand gut und bewährt vertreten sei. Martin Krohn, Obermeister der Hamburger Kfz-Innung und Präsident des Hamburger Kfz-Verbandes ergänzt, dass er dem Einfluss von Landesgrenzen im Norddeutschen Raum für das Kfz-Gewerbe wenig Bedeutung beimisst. Für den Hamburger Kfz-Verband ist eine Betrachtung der gesamten Wirtschaftsregion viel wesentlicher. Das gemeinsam Schauen nach Bonn und Berlin sowie Brüssel aus Norddeutschland macht Sinn und spiegelt die gemeinsam Mentalität sowie den einheitlichen Wirtschaftsraum wieder.

0Die drei norddeutschen Verbände hoffen, dass das norddeutsche Vorstandsgespann weiterhin ab Oktober 2020 die norddeutschen Interessen im ZDK-Vorstand wird wahrnehmen dürfen.