Update Corona-Überbrückungshilfe des Bundes

Vom Projektmanagementbüro Überbrückungshilfe Schleswig-Holstein, das dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus unterstellt ist, hat es am 08.09. ein weiteres Update zur Corona-Überbrückungshilfe gegeben:

Die Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe wird die Fördermonate September bis Dezember 2020 umfassen. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober 2020 gestellt werden.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Auch während der zweiten Phase der Überbrückungshilfe werden die schon bekannten Informationskanäle bereitstehen:

  • Hotline für potenzielle Antragstellende: 0431-550 733 412, 
  • Mailanfragen von potenziellen Antragstellenden an ueberbrueckungshilfe@wimi.landsh.de
  • Hotline für Steuerberater/innen, Wirtschafts- und Buchprüfer/innen und Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen für allgemeine Fragen zu den Förderbedingungen und technische Fragen: 069-273 169 555

 

Der erste Teil des zweistufigen Verfahrens, der Antragsmanager, ist unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

seit dem 10.07.2020 in Betrieb. Steuerberater, Wirtschafts- und vereidigte Buchprüfer*innen können sich dort registrieren. Erst nach einer erfolgreichen Registrierung ist eine Antragstellung möglich. Anträge können von registrierten Steuerberater*innen seit dem 13.07.2020 im Namen der schleswig-holsteinischen Unternehmen eingereicht werden.

Die zweite Stufe ist das nachgelagerte Fachverfahren, in dem die für Schleswig-Holstein eingegangenen Anträge geprüft und bewilligt werden.

Alle aktuellen Informationen zum Programm Corona-Überbrückungshilfe und zur Antragstellung finden sich unter der oben bereits genannten Adresse www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Hier die Kerninhalte der Verwaltungsvereinbarung

Wer kann wo einen Antrag stellen?

  1.  Antragsberechtigte: Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

    Durch die Bezugnahme auf den Wirtschaftsstabilisierungsfonds wird gewährleistet, dass mittelständische Unternehmen ohne Begrenzung der Zahl der Beschäftigten Überbrückungshilfe beantragen können, soweit ihr Umsatz nicht 50 Mio. Euro bzw. ihre Bilanzsumme nicht 43 Mio. Euro übersteigt. 

     
  2. Umfang der Überbrückungshilfe: Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die Corona-bedingt in den Monaten Juni bis August erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Durch Zahlungen als Beitrag zu den betrieblichen Fixkosten soll ihre wirtschaftliche Existenz gesichert werden. 
    Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

    - 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang, 
    - 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,
    - 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40%
    und unter 50%
    im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. 

    Die Liste der förderfähigen Fixkosten erfasst unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Personalaufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können in Höhe einer Pauschale von 10 % der Fixkosten geltend gemacht werden. Um den branchenspezifischen Besonderheiten der Reisebranche Rechnung zu tragen, können Reisebüros auch Provisionsausfälle bei Corona-bedingt stornierten Reisen geltend machen. Ein Unternehmerlohn wird nicht erstattet. 

    Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. In begründeten Ausnahmefällen können die maximalen Erstattungsbeträge für Kleinunternehmen überschritten werden. 

     
  3. Antragstellung und Nachweise: Die Antragstellung wird in einem digitalen Verfahren ausschließlich von einem vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer durchgeführt. Die Kosten dafür können ebenfalls im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig geltend gemacht werden. Der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer prüft im Rahmen der Antragstellung die geltend gemachten Umsatzeinbrüche und die fixen Kosten. 

    Sofern der beantragte Betrag der Überbrückungshilfe nicht höher als 15.000 Euro für drei Monate ist, kann der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer eine vereinfachte Plausibilitätsprüfung vornehmen. Trotzdem sollten Antragsteller, die nur sehr geringe betriebliche Fixkosten haben, prüfen, ob sich für sie die Beauftragung eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfers tatsächlich lohnt.

     
  4. Auszahlung über die Länder: Die Länder haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen. 

     
  5. Antrags- und Auszahlungsfrist. Anträge sind bis spätestens 31. August 2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen. 

     
  6. Verhältnis zu anderen Hilfen: Das Überbrückungshilfeprogramm schließt zeitlich an das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung an. Unternehmen, die die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im oben genannten Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt. Allerdings erfolgt bei Überschneidung der Förderzeiträume von Soforthilfe und Überbrückungshilfe eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe.